Die Welt wird sich ändern

„11. September 2001 = 3. Januar 2020. So wie die Welt sich seitdem geändert hat, so wird sich die Welt von nun an ändern. Für Deine Seele, Märtyrer Qasim Soleimani.“
Das war am Freitag in einem syrischen Facebook-Beitrag zu lesen. Der 3. Januar ist der Tag der Ermordung des iranischen Generalmajors Ghassem Soleimani, Kommandeur der Al-Quds-Brigaden der Iranischen Revolutionsgarden.
Der Artikel erschien in der Zeitung „Letzebuerger Vollek“ (Luxemburg) und ist hier nachzulesen: 200107 Die Welt wird sich ändern

Journalismus unter Druck

Korrespondenten in Syrien müssen – wie in jedem anderen Land auch – jährlich ihre Akkreditierung erneuern. Aus Deutschland gibt es seit Jahren nur eine Journalistin, die über eine Akkreditierung in Syrien verfügt. Sabine Kebir sprach mit Karin Leukefeld über Fragen der journalistischen Ethik, die sich aus der allgemein zugänglichen Berichterstattung über den Krieg in Syrien ergeben.

Das Interview mit Weltnetz TV dauert 41 Minuten und kann hier angesehen werden: https://weltnetz.tv/video/2235-journalismus-unter-druck

Wirtschaftskrieg – Eine andere Art von Krieg

Einseitig verhängte Wirtschaftssanktionen gegen ein Land sind völkerrechtswidrig. Die USA und die Europäische Union bringen Syrien, seine Verbündeten und Nachbarn mit den „Strafmaßnahmen“ unter Druck. Die Schwerpunktseite mit drei Texten erschien am 16.12.2019 in der Berliner Tageszeitung Junge Welt. Hier der Text:

191215 Einseitig verhängte Wirtschaftssanktionen sind eine andere Art von Krieg

Wir wollen Herzen und Köpfe der Menschen erreichen

Dr. Ali Haidar ist Vorsitzender der oppositionellen syrischen SSNP und leitet die Kommission für die nationale Versöhnung in Syrien. Foto: Karin Leukefeld
Dr. Ali Haidar, Damaskus. Foto: Karin Leukefeld

Ali Haidar ist Vorsitzender der Syrischen Sozialen Nationalistischen Partei (SSNP), die er als Abgeordneter im Syrischen Parlament vertritt. Die 1932 gegründete Partei war wiederholt verboten und kann erst seit 2003 wieder offiziell in Syrien arbeiten. Von 2012 bis 2018 war Ali Haidar Minister für die nationale Versöhnung in Syrien. Das Ministerium wurde Anfang 2019 in eine Kommission umgewandelt.  Über die Arbeit der Kommission, über das Verfassungskomitee (Genf) und über Geschichte, Programm und Perspektive der SSNP sprach Karin Leukefeld mit Ali Haidar in Damaskus. 

191123 Interview Ali Haidar Wir wollen Herzen und Köpfe der Menschen erreichen

Libanon – Quo Vadis?

Seit einem Monat halten Proteste im Libanon an, Straßenblockaden legen den Alltag lahm. Die Demonstranten wollen nach der Regierung auch den Präsidenten sowie das Parlament zur Aufgabe zwingen. Gesprächsangebote werden abgelehnt, eine politische Führung fehlt. Was wollen die Leute? Worum geht es? Der Artikel in der Zeitung Letzebuerger Vollek (Luxemburg) ist hier nachzulesen: 191115 Libanon – Quo Vadis

Verwirrspiel Syrien

Sabine Kebir von Weltnetz TV sprach mit der Syrienkorrespondentin Karin Leukefeld über die unübersichtliche Situation im Norden Syriens, die durch die türkische Invasion entstanden ist. Es geht um den UN-Sicherheitsrat, das Verhältnis zwischen der syrischen Regierungsarmee und den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften.Auch die Idee der deutschen Verteidigungsministerin für eine Sicherheitszone im Norden Syriens kommt zur Sprache. Der Videobeitrag kann hier abgerufen werden: https://weltnetz.tv/video/2183-verwirrspiel-syrien 

Whistleblower – der OPCW-Bericht zum angeblichen Giftgasangriff in Duma entspricht nicht der Wahrheit

Am 1. März 2019 veröffentlichte die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) einen Bericht über einen angeblichen Angriff „mit giftigen Chemikalien als Waffe am 7.April 2018 in Douma„. Der Ort liegt östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus. Der Bericht weiter: „Die Auswertung und die Analyse aller Informationen, die von der FFM (d.h. Fact Finding Mission) zusammengetragen wurden – Aussagen von Zeugen, Analyseergebnisse von Umwelt- und biomedizinischen Proben, toxikologische und ballistische Analysen von Experten, zusätzliche digitale Informationen von Zeugen – (hat) ausreichende Begründungen erbracht, dass eine giftige chemische (Substanz) als Waffe eingesetzt wurde. Diese giftige chemische (Substanz) enthielt reaktives Chlor. Die giftige Chemikalie war vermutlich molekulares Chlor.“

Diese Darstellung entspricht nicht der Wahrheit, sagte nun eine Quelle aus der OPCW. Der Whistleblower traf sich am 15. Oktober in Brüssel mit einem kleinen Kreis von Personen aus vier Ländern, um über das „regelwidrige, unethische und betrügerische Verhalten“ der OPCW gegenüber dem Douma-Untersuchungsteam und auch der internationalen Öffentlichkeit zu sprechen. Die originale Erklärung zu dem Treffen mit der OPCW-Quelle ist nun veröffentlicht

Die Autorin nahm an dem Treffen als Journalistin und Beobachterin teil. Hier der Bericht:https://www.nachdenkseiten.de/?p=55809

 

Verbrannte Erde

Die Kriege gegen Irak und Syrien haben historische Landschaften, Ressourcen und antike Stätten verwüstet und hinterlassen der Bevölkerung ein schweres Erbe. Die Hinterlassenschaft von Kriegen besteht oft in schwarzen Rauchsäulen in der Luft, verbrannter Erde und den Spuren radioaktiver Uranmunition, die die Bevölkerung über Generationen schädigen kann. Es gibt einen Krieg nach dem Krieg, wie auch der Abzug der US-Truppen aus dem Nordosten Syriens zeigt.

Erschienen bei Rubikon: https://www.rubikon.news/artikel/verbrannte-erde

Der Gouverneur von Homs sagt, alle Syrer sollten in ihre Heimat zurückkehren

Talal al-Barazi ist Gouverneur von Homs. Homs ist mit 43.000 Quadratkilometern die größte Provinz Syriens und liegt im Zentrum des Landes. Ein Interview über die Rückkehr der Menschen in die Stadt, das Gesetz Nr. 10 und die Probleme beim Wiederaufbau in Homs im September 2019.

Beitrag von rt deutsch: https://de.rt.com/2023.