#FreedomOfSpeech – Warum verfolgen Journalisten andere Journalisten?

Wie eine mediale Diffamierungskampagne Existenzen zerstört. Die Deutsche Welle (DW) hat fünf Mitarbeiter der arabischen Redaktion entlassen. Ihnen wird vorgeworfen, sich privat in „sozialen Medien“ „anti-semitisch“ und „israel-feindlich“ geäußert zu haben. Die Äußerungen liegen bis zu 10 Jahre zurück und wurden teilweise vor Jahren gelöscht, doch der Reporter MB von der Süddeutschen Zeitung fand Mittel und Wege, um die gelöschten Meinungen der arabischen Journalisten wieder herzustellen. Dann veröffentlichte MB in der Süddeutschen Zeitung am 30. November 2021 seinen Artikel „Ein Sender schaut weg“, in dem die ausgewählten Journalisten angeklagt und diffamiert wurden. Der Deutschen Welle warf MB vor, nichts gegen die Journalisten unternommen zu haben. Andere Medien legten nach, der Stein gegen die Deutsche Welle und deren arabische Redaktion kam ins Rollen.

Der Artikel erschien bei den Nachdenkseiten am 17. Februar 2022: https://www.nachdenkseiten.de/?p=80947

PS: Während der Text entstand wurden zwei weitere deutsch-palästinensische Mitarbeiter entlassen. Sie hatten 12 bzw. 17 Jahre für die Deutsche Welle gearbeitet.

Deutsche Außenministerin im Nahen Osten

Die deutsche Außenministerin Baerbock ist am Mittwoch zu ihrer ersten Reise in den Nahen Osten aufgebrochen. In Fortsetzung der bisherigen deutschen Außenpolitik wird auch bei der ersten Nahost-Reise von Annalena Baerbock der Schwerpunkt deutlich auf Israel liegen. Bis heute werden die Rüstungslieferungen an Israel teilweise oder sogar ganz von der Bundesregierung mit Steuergeldern finanziert, als sei das eine Art „Wiedergutmachung“.
Der Artikel erschien am 9. Februar 2022 bei RT DE: https://de.rt.com/meinung/131290-deutsche-aussenministerin-im-nahen-osten/

Interview mit der Zeitschrift International Wien

In einem ausführlichen Gespräch mit Fritz Edlinger berichtet die Autorin über die katastrophale Versorgungslage in Syrien, die extreme Teuerung und die schwierige Lage der Bevölkerung.  Es geht um die Lage im Nordosten und Nordwesten Syriens und um die Plünderung der syrischen Ressourcen Öl und Gas im Nordosten Syriens. Das Gebiet wird von der US-Armee besetzt gehalten. Die USA unterstützt die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte und schädigt die Wirtschaft Syriens.

Das Interview kann hier angesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=sygitY_H7RA

Hier der Link zur Zeitschrift International: https://www.youtube.com/channel/UCXYKYEYgk1ntGNJgJv9JhNA/videos

Die nordwestsyrische Provinz Idlib – Safe Haven für Terrorgruppen

In den frühen Morgenstunden des 3. Februar 2022 griffen US-amerikanische Spezialkräfte ein Wohnhaus in Atme, in der syrischen Provinz Idlib in unmittelbarer Nähe zur syrisch-türkischen Grenze an. Bei dem Angriff starben Augenzeugenberichten zufolge 6 Kinder und 4 Frauen. Der Anführer des „Islamischen Staates“, Abu Ibrahim al-Hashimi al-Qurayshi, soll nach US-Angaben sich und seine Familie selber getötet haben.

Zur Bedeutung der nordwestsyrischen Provinz Idlib ein Interview mit dem Nachrichtensender RT DE: https://www.youtube.com/watch?v=z0eAAKm7XxM

Syrer können aus Deutschland zurückkehren

Im Gespräch mit der Nahostkorrespondentin Karin Leukefeld bekräftigte der syrische Außenminister den Willen seines Landes zu Frieden und Wiederaufbau. Auch die Kriegsflüchtlinge seien „ohne Vorbedingungen“ willkommen, in ihr Land zurückzukehren.
Syriens Außenminister im Interview: "Syrer können aus Deutschland zurückkehren"

Syrien arbeite dafür mit internationalen humanitären Organisationen und Ländern zusammen, in denen die Syrer Zuflucht gefunden hatten. Man wünsche sich für die Rückkehr mehr internationale Unterstützung, so Mekdad.

Der Artikel über das Interview erschien bei RT DE: https://de.rt.com/der-nahe-osten/130995-syriens-aussenminister-im-interview-syrer-koennen-aus-deutschland-zurueckkehren/

Die Vergessenen im Haus des Lichts

Für die Männer im Beit Nour ist es eine Überraschung. Eine kleine Delegation von Schwestern des katholischen Salesianer-Ordens
hat Geschenke für sie. Jeder Bewohner erhält einen Pullover, der in einer Zeremonie überreicht wird. Das ist eine Abwechslung von dem sonst gemächlichen und eher gleichförmigen Alltag in dem Seniorenwohnheim
in der Altstadt von Damaskus. Beit Nour heißt so viel wie Haus des Lichts, das Heim wird von Schwestern des Mutter-Theresa-Ordens geleitet. Die Ordensfrauen kommen aus aller Welt, um den Armen und
Schwachen in Syrien zu dienen. Vier Schwestern im Beit Nour werden von drei Helfern unterstützt, um die 26 Bewohner zu versorgen. Zwei Frauen bereiten in der Küche die Mahlzeiten zu. Die Schwestern stehen
nicht gern im Licht der Öffentlichkeit. Fotos und Tonbandaufnahmen sind nicht gern gesehen. Auf den Einwand, dass die Öffentlichkeit doch erfahren solle, wie wichtig ihre Hilfe sei, entgegnet eine der Schwestern:
»Unsere Arbeit ist für Gott, das reicht.«

Die Reportage aus Damaskus erschien in der Berliner Tageszeitung Neues Deutschland: nd_220102_Die_Vergessenen_im_Haus-des_Lichts

Neujahr ohne Perspektive

»Oh, wir haben heute Abend einen Tisch im Four Season Hotel reserviert«, lacht Hanan und klatscht in die Hände. »Wir alle hier werden mit unseren Familien dort sein und richtig gut ins neue Jahr hineinfeiern.« Der Arbeiter zwinkert mit den Augen, seine Kollegen grinsen verschmitzt und brechen dann in lautes Gelächter aus. »Hast
du das etwa geglaubt? Da haben wir dich schön auf den Arm genommen!«
Hanan und seine Kollegen arbeiten in einem kleinen Familienhotel im Zentrum von
Damaskus. Sie sind Kurden aus Afrin und arbeiten, wie schon ihre Väter, in Damaskus.
In Afrin haben sie noch immer ihre Häuser und Gärten. Früher ging es ihnen gut,
mit der Olivenernte, die jeden Herbst ordentlich Geld in ihre Familienkassen spülte. Doch seit 2018 ist Afrin unter Kontrolle der Armee der Türkei und von regierungsfeindlichen, von der Türkei bezahlten Söldnern, die vor zehn
Jahren versuchten, Homs und Aleppo unter ihre Kontrolle zu bringen, um dann Damaskus zu stürmen und die Regierung von Baschar al-Assad zu stürzen.

Die Reportage über den Jahreswechsel in Damaskus erschien in der Luxemburger Zeitung vom Laetzebuerger Vollek am 4. Januar 2022: zlv-220104-Neujahr-ohne-Perspektive.

Gegen Schutzsuchende – Die EU zeigt ihr wahres Gesicht

Der Versuch von Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten, über die östliche Grenze nach Europa zu gelangen, wird mit Gewalt verhindert. Es ist noch keine zehn Jahre her, dass die EU mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Nun zeigt sie ihr wahres Gesicht.

Die Herkunft der Schutzsuchenden an der östlichen EU-Grenze in Weißrussland und deren genaue Zahl sind nicht bekannt. Verschiedenen Meldungen zufolge handelt es sich um Menschen, die aus Afghanistan, dem nördlichen Irak, Syrien und vermutlich auch aus dem Libanon gekommen sind. Die Lage in ihren Heimatländern ist durch Kriege, Krisen und Sanktionen so schlecht, dass viele Menschen große Gefahren auf sich nehmen, um in einem anderen Teil der Welt ein neues Leben zu beginnen. Afghanistan, der Irak, Syrien und andere Länder im Nahen und Mittleren Osten haben US- und NATO-geführte Kriege und „humanitäre Interventionen“ erlebt, was gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Zerstörungen mit sich brachte.

Der Beitrag erschien bei RT Deutsch und kann hier gelesen werden: https://kurz.rt.com/2q5a

Flüchtlinge an der östlichen EU-Außengrenze

An den östlichen EU-Außengrenzen stehen hunderte, wenn nicht tausende Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afghanistan. Für Weltnetz TV sprach Sabine Kebir mit Karin Leukefeld über die Gründe, weshalb diese Menschen nach Deutschland oder Skandinavien wollen und über die Verantwortlichkeiten für diese Tragödie. https://weltnetz.tv/video/2543-fluechtlinge-der-oestlichen-eu-aussengrenze