Das Geschäft mit dem Tod

Die militärische Eskalation in Syrien wird angefeuert. Der Krieg scheint sich weiterhin mehr zu lohnen, als der Frieden.

Das russische Versöhnungszentrum in Hmeimin, Syrien, warnt vor einem möglichen Giftgaseinsatz der Nusra Front. Syrische Regierungstruppen finden in einem Lagerhaus bei Deir Ezzor große Mengen israelischer Waffen. US-Außenminister Rex Tillerson kündigt an, dass die USA weiterhin „Sicherheitskräfte in Syrien bewaffnen und ausbilden“ werden, um den „IS“ zu bekämpfen. Israel will in Syrien „zubeißen“, die Zeit des Bellens sei vorbei, meint der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und fügt hinzu: „Es gibt keine Beschränkungen, wir akzeptieren keine Beschränkungen. (…) Wir werden unsere zentralen Sicherheitsinteressen verteidigen.“ Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigt an „zuzuschlagen“ in Syrien, sollte die Regierung Giftgas einsetzen.

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Weckruf aus Sotschi

Die Konferenz für den nationalen syrischen Dialog fordert „Frieden für das Volk von Syrien“.Mehr als 1500 Delegierte einigten sich darauf, eine Verfassungskommission zu bilden. Dem Gremium sollen 150 Syrer und Syrerinnen von Regierung, Opposition und allgemein aus der Gesellschaft angehören, die die syrische Verfassung erneuern sollen. Gearbeitet werden soll unter der Federführung der UNO in Genf.

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Neue Runde im „großen Spiel“

Die lange angekündigte türkische Operation »Olivenzweig« mit ungewissen Fronten zeigt, dass der Krieg um Syrien noch lange nicht beendet ist. Der Angriff begann in den frühen Morgenstunden des 19. Januar 2018. Ziel ist das Gebiet um die Kleinstadt Afrin, die rund 40 Kilometer nordwestlich der syrischen Metropole Aleppo liegt.

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Wenn Sie reden kann es eine Lösung geben

Anfang des Jahres 2018 sind viele Syrer hoffnungsvoll. Auch wenn weiter militärische Frontlinien bestehen, ist der Frieden ein deutliches Stück nähergerückt. Inlandsvertriebene kehren zurück, Waffenstillstände halten im Wesentlichen. Geht es nach den Syrern, soll das Jahr 2018 ein Jahr des Wiederaufbaus werden. Reportagen aus Damaskus und Aleppo.

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Washingtons Bodentruppen

Wie die kurdischen Volksverteidigungskräfte in die von den USA gestellte Falle getappt sind.

Entgegen den bisherigen Gepflogenheiten soll an dieser Stelle einmal gestritten werden. Und zwar über eine Angelegenheit, von der unter Linken keine Einigkeit besteht: Wie halten Sie es mit der kurdischen Sache in Syrien? Es debattieren die beiden regelmäßigen jW-Autoren Karin Leukefeld und Nick Brauns, die in dieser Frage kontroverse Positionen einnehmen. Die Thema-Redaktion behält sich vor, solche Debatten zu bestimmten Themen in Zukunft häufiger abzubilden. (jW)

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Aleppo – die geschundene Stadt atmet noch

Die Menschen kehren zurück, um zu sehen, was von ihren Behausungen und Geschäften übrig geblieben ist Im März 2011 begann der syrische Krieg. Von Mitte 2012 bis zum 22. Dezember 2016 wurde Aleppo teilweise oder ganz von regierungsfeindlichen Gruppen beherrscht. Jetzt wartet der Wiederaufbau.

Es regnet leicht, als wir an diesem frühen Aprilnachmittag Aleppo vom Osten her erreichen. Das ist nicht der kürzeste Weg. Weil die Autobahn M1, die von Damaskus nach Aleppo führt, zwischen der nördlichen Provinz Hama bis kurz vor die südwestlichen Außenbezirke von Aleppo von der Nusra-Front und ihren verschiedenen Mitkämpfern kontrolliert wird, führt die Fahrt nach Aleppo durch einen Wüstenkorridor über die Orte Scheich Hilal, Ithriyah, Khanasir und Sfireh. Dort erreicht man die Autobahn, die Aleppo mit der weiter im Osten gelegenen Stadt Raqqa verbindet. …

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Von Aleppo nach Manbidsch

80 Kilometer durch das vom Krieg zerstörte Syrien: »Willkommen in Ihrer zweiten Heimat«

Es ist ein sonniger Frühlingsmorgen, als wir uns auf den Weg nach Manbidsch machen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von Aleppo und war vor dem Krieg eines der Zentren der Land- und Viehwirtschaft in Syrien. Etwa 900.000 Menschen lebten in der Stadt und im Landkreis – Araber, Tscherkessen, Turkmenen und Kurden. Das Wasser des Euphrat und die Nähe zu Dscharabulus, einer Grenzstadt zur Türkei, belebten den Handel in der Region.

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