Neun Jahre Krieg in Syrien – Die große Zerstörung

Welcher Märztag im Jahr 2011 es war, an dem in Syrien die große Zerstörung begann ist unklar. Die Nationale Koalition der oppositionellen und revolutionären Kräfte Syriens (Etilaf) sagt, es sei der 15. März gewesen. Die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens, Frankreich und USA veröffentlichten am 15. März 2020 eine „Gemeinsame Erklärung der Regierungen Deutschlands, Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten zum 9. Jahrestag des Aufstands in Syrien“.

An diesem Tag sollen Schuljungen in der südsyrischen Stadt Deraa die Parole „Das Volk will den Sturz des Regimes“ an die Wand ihrer Schule gesprüht haben. Anderen Medien zufolge geschah das schon früher oder es sei nicht die Wand an der Schule, sondern einfach nur eine Mauer gewesen. Auch der Inhalt der Parole wird unterschiedlich wiedergegeben. Aber wann immer es war, international wurde dieses Ereignis zum Startschuss für eine beispiellose Medienkampagne, die den Krieg beförderte.

Der Text erschien bei Sputnik News am 29.3.2020: https://sptnkne.ws/BRt9

Syrien und Giftgas: Verleumdung statt Aufklärung

Ein Bericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OVCW) zu angeblichen Angriffen mit Giftgas in Syrien steht unter starkem Manipulationsverdacht – aber die OVCW-Führung, die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland diffamieren die Aufklärer, statt Klarheit zu schaffen. Die „Leitmedien“ schweigen.

Zu den aktuellen Entwicklungen in dem skandalösen Fall, mit neuen Dokumenten und Stellungnahmen eines Inspektors des ursprünglichen Untersuchungsteams ein Bericht bei den Nachdenkseiten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=58791

Aufräumen nach den Kämpfen

Das Umland von Aleppo zur angrenzenden Provinz Idlib ist wieder frei.

Freude in Aleppo. Die Autobahnverbindung M 5 nach Damaskus ist nach sieben Jahren wieder unter der Kontrolle der Regierung und sicher befahrbar. Bulldozer reinigen die Fahrbahn, Gärtner bepflanzen die Mittelstreifen, Elektriker reparieren die Straßenlampen, Arbeiter fegen, putzen und tauschen die zerschossenen Wegweiser gegen neue aus.

Der Beitrag über Aleppo, Idlib und den UN-Sicherheitsrat erschien in der Zeitung vum Letzembuerger Vollek (Luxemburg):

Über Idlib, die Türkei und die USA in Syrien und das Verhalten der Europäischen Union

Im Gespräch mit Fritz Edlinger, Herausgeber der österreichischen Zeitung International geht es um Idlib, den Nordosten Syriens, um die Türkei und die USA und darum, warum die EU einen Kurswechsel vornehmen muss, um zum Frieden in Syrien beizutragen. Das Gespräch fand in den Räumen der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (GÖAB) in Wien statt und wurde für den Videokanal aufgezeichnet. Es kann hier gehört und angesehen werden: https://youtu.be/a2KPG3N_ZIY

Spurensuche Syrien – Östlich des Euphrat

Foto: Karin Leukefeld, Der Euphrat bei Qere Qozaq, Blick nach Süden

Anfang Januar 2020. Die Wettervorhersage hat sich getäuscht. Regen war angesagt im Norden Syriens, doch strahlender Sonnenschein bricht durch den Nebel, als der Wagen früh am Morgen Aleppo in Richtung Osten verlässt. In einem Vorort wartet Mohamed A., ein Kurde aus Afrin, der in Aleppo aufgewachsen ist. Er spricht Kurdisch und arbeitete früher als Kameramann und Fotograf für ausländische Medien. Er wird uns die nächsten Tage in die Gebiete östlich des Euphrat begleiten, die zumindest teilweise noch unter kurdischer Kontrolle stehen. Heute geht es nach Kobanê, auch Ain al-Arab genannt.

Die Reportage bei RT Deutsch: https://de.rt.com/23ga 

Wahrheit unterdrückt

Am 20. Januar 2020 fand in New York im Rahmen des UN-Sicherheitsrates (UNSR) ein sogenanntes Arria-Treffen statt. Eingeladen hatte die Russische Föderation, die neben den USA, Großbritannien, Frankreich und China zu den fünf ständigen Vetomächten im UNSR gehört. Thema der Veranstaltung war die »Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 2118:Der Report der OPCW Fact Finding Mission (FFM) zu Duma«.Dort sprach unter anderen der damalige Teamleiter der OPCW-Untersuchungsmission, die vor Ort Proben nahm, mit Augenzeugen sprach und toxikologische und chemische Analysen vornahm. Die Ergebnisse seines Teams seien im Abschlussbericht „ins Gegenteil verkehrt“ worden, sagte Ian Henderson.

Bericht in der Berliner Tageszeitung Junge Welt: 200206-jw-Wahrheit-unterdrückt

Frontalangriff auf das Völkerrecht

Donald Trump und Benjamin Netanjahu verscherbeln Palästina.

Der Jahrhundertplan

US-amerikanisch-israelische Partystimmung im Weißen Haus.

Donald Trump hat in Washington den lang angekündigten »Jahrhundertplan für einen
Frieden in Nahost« vorgestellt. Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde
Mahmud Abbas sprach von einer »Ohrfeige des Jahrhunderts «. In den besetzten palästinensischen Gebieten und im Gazastreifen kam es zu wütenden Protesten.

Zeitung des Letzebuerger Vollek (Luxemburg): Jahrhundertplan-30 janvier 2020 

Die Deutsche Staatsräson und die Entrechtung der Palästinenser

Auf einem Kongress des »Deutschen Koordinationskreises Palästina Israel« (KOPI) wird in Berlin die Israelpolitik der Bundesregierung unter der Überschrift »Behindert die deutsche ›Staatsräson‹ den Frieden in Israel/ Palästina?« auf den Prüfstand gestellt. Die Frage ist heikel, denn der Begriff der „Staatsräson“ wird vom Bundeskanzleramt nicht nur wie ein Schutzschild um den Staat Israel gelegt, er schützt auch die Bundesregierung vor kritischen Fragen zur deutschen Nahostpolitik. In Politik und Medien ist die „Staatsräson“ gegenüber dem israelischen Staat Parteiübergreifend zum Schlüsselbegriff der deutschen Israel-Politik geworden. Inzwischen gehören dazu auch Rede-, Lehr- und Schreibverbote für Kritiker der israelischen Politik.

 Information, Hintergrund und Interview in der Tageszeitung Junge Welt (Berlin): 200129 Gegen das Völkerrecht