Syrerinnen und Syrer wählten weltweit

Weltnetz erreichte Karin Leukefeld auf dem Weg nach Syrien in Beirut. Im Gespräch mit Sabine Kebir beantwortete sie Fragen zur Krise im Libanon und zu den Präsidentschaftswahlen in Syrien am 26. Mai. An ihr konnten Syrer in der ganzen Welt teilnehmen – ausgenommen in Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien, Niederlande, Katar, Türkei und Saudi Arabien.

Das Interview:https://weltnetz.tv/video/2502-syrer-waehlten-weltweit

Präsidentschaftswahlen in Syrien: Das Recht auf Selbstbestimmung

Bereits am 20. Mai 2021 konnten im Ausland lebende Syrer in den syrischen Botschaften ihre Stimmen für die Präsidentschaftswahlen in Syrien abgeben. Eine Gruppe von acht Staaten – Deutschland, die USA, Kanada, Großbritannien, die Türkei, die Niederlande, Saudi Arabien und Katar – haben die Wahlen in den dortigen syrischen Botschaften oder Konsulaten aber untersagt. Manaf Hassan (30) lebt in Berlin. Er ist ein angehender Volljurist, Publizist und Blogger. Hassan hat sich ausführlich über die Kandidaten zu den Präsidentschaftswahlen in Syrien informiert und wollte sein Wahlrecht in der syrischen Botschaft wahrnehmen. Warum er wählen wollte und warum daraus dann doch nichts wurde, erläutert Manaf Hassan im Interview mit Karin Leukefeld in den Nachdenkseiten: .https://www.nachdenkseiten.de/?p=72791

 

Frieden zwischen Israel und Palästina? Der UN-Sicherheitsrat wird von den USA blockiert

Am 16.05.2021 forderten Mitglieder im UN-Sicherheitsrat ein sofortiges, einheitliches Handeln, um die Kämpfe zwischen Israel und den Palästinensern zu beenden. Es war das dritte Mal in nur wenigen Tagen, dass der Sicherheitsrat gemeinsam die israelische Regierung und die palästinensische Hamas zu einem sofortigen Waffenstillstand und zur Aufnahme von Verhandlungen auffordern wollte. Am Ende der mehr als dreistündigen Aussprache per Videolink waren 14 der 15 Staaten im UN-Sicherheitsrat bereit, für die von China, Norwegen und Tunesien vorgelegte Erklärung zu stimmen. Die USA verweigerte ihre Zustimmung.

Der Beitrag erschien am 18.05.2021 auf den Nachdenkseiten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=72516

Fasbender im Gespräch – Syrien: „Bürgerkrieg ohne Gute und ohne Böse“

Fasbender im Gespräch – mit der Autorin und Nahostexpertin Karin Leukefeld. Nach zehn Jahren Krieg in Syrien geht es um die eigentlichen Hintergründe des Konflikts und die geopolitische Gemengelage in dem nahöstlichen Land. Natürlich geht es nicht um Demokratie im westlichen Verständnis; auch Gute und Böse gibt es nur in der Propaganda. Am Urgrund des Krieges liegt das Spannungsfeld Säkularisierung, Nationalismus und Islam. es betrifft die gesamte Region, doch in Syrien treffen auch die Interessen regionaler und globaler Mächte aufeinander: Türkei, Iran und Israel, Russland und die USA.

Das Interview wurde am 17.04.2021 veröffentlicht: https://kurz.rt.com/2hli

„Desinformation und Propaganda mit falscher Flagge zerstören das unbestechliche Gut der Glaubwürdigkeit von Politik“

Der OVCW-Bericht zum angeblichen Giftgasangriff in Duma steht unter scharfer Kritik. Jüngst haben sich 27 ehemalige Diplomaten, hochrangige Militärs, Schriftsteller und Journalisten mit einer „Erklärung der Besorgnis“ an die Öffentlichkeit gewandt. Ihre Sorge: Die OVCW hat sich offenbar einspannen lassen, um die militärischen Interessen des Westens in Syrien durchzudrücken.
Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehört der ehemalige hochrangige UN-Diplomaten Hans von Sponeck. Das Gespräch mit ihm erschien in den Nachdenkseiten am 24. März 2021: https://www.nachdenkseiten.de/?p=70996

 

Zehn Jahre Krieg in Syrien

Die Intensität der Kampfhandlungen in Syrien ist zurückgegangen, doch einseitige „wirtschaftliche Strafmaßnahmen“ (Sanktionen) der Europäischen Union behindern den Wiederaufbau und Handel des Landes. Diese werden von dem „Caesar-Gesetz“ verschärft, das von den USA gegen Syrien erlassen wurde, tatsächlich aber jeden potentiellen Handelspartner Syriens bedroht. Direkte Nachteile haben dadurch die Nachbarländer Libanon, Jordanien und Irak, die traditionelle Handelspartner Syriens sind.

Im Gespräch mit Sabine Kebir von Weltnetz TV geht es auch um die Frage, weshalb der Papst den Irak, nicht aber Syrien besuchte, sowie die Perspektiven der anstehenden Präsidentschaftswahlen. Nach Veröffentlichung des Interviews wurden diese Wahlen auf den 26. Mai 2021 festgelegt.

USA und EU führen den Krieg in Syrien als Sanktions- und Wirtschaftskrieg fort, das birgt geopolitischen Sprengstoff.

Das Interview: https://weltnetz.tv/video/2473-zehn-jahre-syrienkonflikt

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Die Rolle Israels im Mittleren Osten

Wird der Staat Israel von seinen Nachbarn bedroht oder ist es eher umgekehrt? Ist Israel ein verlässlicher politischer Partner für seine Verbündeten, oder gilt in Tel Aviv eher „Israel first“? In einem Gespräch mit Fritz Edlinger von der österreichischen Zeitung INTERNATIONAL geht es um die unerklärte Atommacht Israel, völkerrechtswidrige Angriffe im Irak, Syrien und die Besatzung des Libanon und der syrischen Golanhöhen. Das Gespräch über die aggressive und destabilisierende Rolle des zionistischen Israel in der Levante und im Mittleren Osten kann hier gesehen und gehört werden: https://www.youtube.com/watch?v=ChgffELVHwk&feature=youtu.be

 

Wie weiter in Syrien?

Die Unsicherheit in Syrien hält an. Die Lage in der nordwestlichen Provinz Idlib bleibt ungelöst. Unklar ist auch, wie es im Nordosten des Landes weitergehen soll. Dort liegen die Öl- und Gasvorkommen Syriens, die von US-Soldaten besetzt gehalten werden. Die syrischen Kurden bewachen rund 12.000 IS-Kämpfer und werden dafür von europäischen Staaten und den USA unterstützt. Das Land braucht dringend Wiederaufbauhilfe für den Bau von Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Hier könnte Europa helfen, müßte aber seine Politik gegenüber Syrien ändern. Noch beharrt Europa mit den USA auf der politischen Isolation Syriens und den einseitig von ihnen verhängten wirtschaftlichen Strafmaßnahmen (Sanktionen).

Ein Online-Lichtbildvortrag in der VHS Essen in Kooperation mit dem Essener Friedensforum: https://www.youtube.com/watch?v=PNIOVP8yy6c&feature=youtu.be

 

Die aktuelle Lage in Syrien – Ein Gespräch mit der Wiener Zeitschrift INTERNATIONAL

Ein Gespräch mit Fritz Edlinger von INTERNATIONAl, der Zeitschrift für internationale Politik (Wien), über die aktuelle Lage in Syrien. Ausführlich geht es um die Lage im Nordosten Syriens, wo nach der militärischen Niederlage des Islamischen Staates ein kompliziertes System von unterschiedlichen Interessen etabliert worden ist. Große Teile des Gebietes werden von den kurdisch dominierten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) kontrolliert und verwaltet, die sich ihrerseits auf die Unterstützung der ebenfalls in der Region anwesenden US-amerikanischen Einheiten verlassen können. Die US-Einheiten schützen vor allem die Ölförderanlagen in der Region, welche von einem US-amerikanischen Unternehmen ausgebeutet werden. Von einem Abzug der US-Truppen kann keine Rede sein, die US-Armee baut ihre Positionen in der Region aus. Thema ist darüber hinaus auch die Situation in den beiden Gefangenenlagern von Al Hol und Roj.

Das Gespräch: https://www.youtube.com/watch?v=Z5V-SEKzIqU&feature=youtu.be

Mehr von INTERNATIONAL, der Wiener Zeitschrift für internationale Politik: https://www.youtube.com/channel/UCXYKYEYgk1ntGNJgJv9JhNA/videos

Die Levante im westlichen Würgegriff

Im Gespräch mit Sabine Kebir von Weltnetz TV geht es zunächst um die Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon, durch die sich die Lage der Bevölkerung dramatisch verschlechtert hat. Hinzu kommen die Auswirkungen westlicher Sanktionen und die syrisch-libanesische Grenzschließung wegen Corona. Ausführlich geht es um die schwierige Lage der syrischen Christen, die Karin Leukefeld  zu Weihnachten in verschiedenen Teilen des Landes besucht hat.  Viele sind nicht in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Leukefeld zeigt Fotos von zerstörten Kirchen und Häusern christlicher Familien, die – ähnlich wie Geschäfte und Wohnungen von Juden im 3. Reich – durch Sympathisanten der Djihadisten  gekennzeichnet und deren Bewohner dann verschleppt wurden. Viele christliche Familien nehmen Einwanderungsangebote westlicher Staaten an, allen voran Kanada. Manche äußern die Vermutung, „dass unsere Gesellschaft zerstört werden soll“. Der Westen hat die Wiege der eigenen Zivilisation verraten:  die Urchristen in Palästina, Irak und Syrien.

Weltnetz TV: https://weltnetz.tv/video/2449-die-levante-im-westlichen-wuergegriff