Augenzeugin: «Die Front in Aleppo verschiebt sich dauernd» (Interview des Schweizer Radio und Fernsehen SRF mit Karin Leukefeld, 22.08.2016)

Die 48-stündige Waffenruhe lässt auf sich warten: Syrische Regierungstruppen ringen mit russischer Hilfe um die Kontrolle der Stadt Aleppo. Auf der anderen Seite stehen bewaffnete Rebellengruppen. Journalistin Karin Leukefeld erzählt, wie sie die Lage in der Stadt erlebt.

Hier weiterlesen oder anhören: http://www.srf.ch/news/international/augenzeugin-die-front-in-aleppo-verschiebt-sich-dauernd

Syrien – Auch die Wirtschaftssanktionen der EU stürzen das Land in die Katastrophe

Karin Leukefeld ist Korrespondentin in Syrien und berichtet im RT Deutsch-Interview aus Damaskus über die Lage vor Ort. Während Aleppo zum Zentrum der Kämpfe geworden ist, gibt es in Damaskus noch ein Art „Alltag“. Doch neben dem Krieg wirken sich insbesondere die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Syrien katastrophal auf das einst blühende Schwellenland aus.

Zum Interview (Video): https://deutsch.rt.com/international/39950-syrien–auch-wirtschaftssanktionen-katastrophe/

Zur aktuellen Lage in Syrien (Skype-Interview aus Damaskus, 11.08.2016)

Karin Leukefeld gehört zu den wenigen Journalisten, die aus dem von der international anerkannten Regierung kontrollierten Gebiet Syriens berichten. Sie klärt auf, welchen Hintergrund die von deutschen Medien als ´Rebellen` bezeichneten ´Verteidiger` Aleppos haben und woher sie Unterstützung bekommen. Weitere Themen sind die Gebietsgewinne der syrischen Armee im Osten, die Zusammenarbeit zwischen Kurden und den USA, die Situation der Millionen Binnenflüchtlinge. Leukefeld beschreibt auch das nicht nur durch den Krieg, sondern auch durch Wirtschaftssanktionen schwer beeinträchtigte Leben in Damaskus. Und doch funktionieren die wichtigsten öffentlichen Institutionen: Stromversorgung, Gesundheits- und Schulwesen. Und die Mehrheit der Syrer möchte weiterhin in einer laizistischen Staatsform leben.

Das Gespräch führte Sabine Kebir

Hier weiterlesen oder anhören: https://weltnetz.tv/video/884-skype-interview-mit-karin-leukefeld-aus-damaskus

Damaskus mon amour – Fünf Freunde in Syrien

Vor März 2011 war das Leben von Julia, Jihad, Salim, Safwan und Amer in Ordnung. Nichts war optimal, doch Syriens wirtschaftlicher Aufschwung versprach ihnen eine gute Zukunft. Heute stehen die fünf Freunde vor den Trümmern ihrer Hoffnungen.

Eine Sendung des WDR Köln, 17.03.2015 | 53:04 Minuten
Autorin: Karin Leukefeld; Redaktion: Leslie Rosin
Produktion: 2015 © WDR

Das Manuskript der Sendung kann hier nachgelesen werden: Download Manuskript (pdf)

Geschichte einer Entführung

Der pensionierte Ingenieur Schafik Hamzé hat seine deutsche Ehefrau Gabriele in München kennengelernt. Schafik Hamzé stammt aus einer angesehenen Drusenfamilie, die im 19. Jahrhundert aus dem Libanon nach Sweida einwanderte. Das Ehepaar betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Oliven- und Obstbäumen und Gemüse. Außerdem haben sie einen Umweltclub für Kinder mit einem angrenzenden ökologischen Garten aufgebaut. 30 Jahren lebten die Hamzès in Era (Provinz Sweida) in Südsyrien. Doch als der 76jährige Ende August letzten Jahres entführt wurde, änderte sich alles.

Die „Geschichte einer Entführung“ wurde im Bayrischen Rundfunk (BR) am 15. Januar 2014 (Dossier Politik) ausgestrahlt und kann hier angehört werden.

Fotos des Ehepaars Hamzé zeigt der BR hier.

Damaskus im November 2013

Die Räume der oppositionellen Bewegung ‚Den Syrischen Staat aufbauen“ dienen an diesem Samstag dem Kulturprogramm. Dutzende Menschen sehen sich in dem großen Empfangsraum Bilder an, die eine Künstlerin ausgestellt hat. In einer Sofaecke unterhalten sich junge und alte Frauen, andere Besucher stehen vor einem Tisch, wo es kalte und heiße Getränke gibt. Besonders beliebt ist der herbe Tee aus Zitronen, der in der kühler werdenden Jahreszeit eine gute Abwehr gegen aufkommende Erkältungen verspricht.

Das Stück „Good bye Lenin in Damaskus“ wurde am 31.12.2013 auf WDR 5 (Neugier genügt) ausgestrahlt und kann hier angehört werden.

Die Regeln im Krieg sind streng

Bei SARC, dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond in Damaskus dürfen nur wenige Personen mit Journalisten sprechen. Einer ist Präsident Abdul Rahman Attar, der selten zu erreichen ist. Als er bei einer überraschenden Begegnung spontan einwilligt, Fragen zu beantworten, ist für die Aufnahme nur ein Mobiltelefon zur Hand.

Das Stück „Zwischen den Fronten“ wurde am 25. August 2013 im Bayrischen Rundfunk (Auslandschronik) ausgestrahlt und kann hier angehört werden.

Ein Boot für die Schwächsten

Die Hilfsorganisation Al Safina hilft Menschen mit Behinderung in Damaskus Bayerischer Rundfunk, 3.12.2009 Alltag bei Al Safina in Damaskus. Al Safina ist arabisch und heißt ‚Das Boot’. Die Organisation liegt im Herzen der Damaszener Altstadt und bietet sieben geistig Behinderten ein ständiges Zuhause. Betreut werden sie von jungen Leuten, die – gegen Kost und Logis – für die Dauer ihres Studiums ihr Leben mit den Behinderten teilen.

Zum Anhören und Download des Features
„Ein Boot für die Schwächsten – Behinderte in Syrien“ klicken Sie bitte hier.

Der Hafen von Beirut (August 2006)

„Sehen Sie, dieses Schiff und die Mistral sind die modernsten Schiffe. Die Mistral hat Propeller an der Seite, die das Schiff an den Kai schieben. Sie können damit fahren, wie mit einem Cadillac oder einem Jaguar. Es ist ein sehr, sehr schönes Schiff, so modern, herrlich, besonders die Mistral.“

Ibrahim Baltigi, der Cheflotse im Hafen von Beirut, kommentiert begeistert das exakte Anlegemanöver der französischen „Siroco“, eines Schwesterschiffs der ‚Mistral’. Ein kleiner Schlepper, die „Baltigi 10“, schiebt die „Siroco“ mit seinem autoreifengepolsterten Bug behutsam in den Hafen. Dann manövrieren die Propeller das Schiff – Truppentransporter mit Lazarettschiff und Hubschrauberlandeplatz in einem – zentimetergenau an den Kai. Trotz der von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe, ist der Libanon seit dem 12. Juli zu See, Luft und Land nahezu vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Seeseitig kontrolliert die israelische Marine eine Sperrzone entlang der Küste des Zedernstaates. Nur Schiffe, deren Passage von Israel erlaubt wird, dürfen durch einen markierten Korridor in diese Sperrzone fahren. Mit den zwei speziell für Evakuierungszwecke ausgerüsteten Schiffen „Mistral“ und „Siroco“, hält die französische Marine seit dem 25. Juli eine Verbindung zum Hafen von Beirut offen. Admiral Xavier Magne ist der kommandierende Offizier der Operation Baliste, die bisher mehr als 14.000 französische und andere Flüchtlinge aus 49 Ländern aus dem Libanon evakuiert und 1600 Tonnen Hilfsgüter in die Häfen von Beirut, Tyros und Nakoura gebracht hat.

Zum Anhören und Download klicken Sie bitte hier

Iran: Bibi Shahrbanu, eine Heilige für Frauen (Juli 2006)

„Bibi Shahrbanu war die Tochter von Yazgerd dem Dritten, einem früheren König im Iran. Und sie war eine der Frauen von Imam Hussein, dem zweiten Imam unserer Religion.“ Kerim Abassi kennt viele Geschichten über die schiitischen Imame und ihre Familien. Auch wenn deren Wirken mehr als 1000 Jahre zurück liegt, gelten die 12 Imame den Schiiten bis heute als die rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Mohammad, als gute, ja unfehlbare Interpreten des göttlichen Gebots. In einer Zeit des politischen Wandels und einer unsicheren Zukunft, gibt sein Glaube ihm Halt und Orientierung, sagt Kerim Abassi. Er ist Fahrer in Teheran, die Stadt kennt er wie seine Westentasche. Auf dem Weg zur Pilgerstätte von Bibi Shahrbanu aber, die südöstlich der iranischen Hauptstadt liegt, bittet er um Hilfe.

Zum Anhören und Download klicken Sie bitte hier.