Krieg ist im Nahen Osten Alltag

Die nahöstliche Sicht auf den #Ukrainekrieg – Die Erschießung einer palästinensischen Journalistin – Verhandlungen um das Atomabkommen mit dem #Iran – Die Lage in #Syrien – Die Wahlen im #Libanon – das sind die Themen, die im Gespräch von Sabine Kebir mit Karin Leukefeld erörtert werden. Der Krieg gehört für die Menschen im Nahen Osten seit vielen Jahren zum Alltag, daher beurteilen sie den Krieg in der Ukraine weniger emotional als die Europäer, sondern eher aus globalpolitischer Perspektive.

Das Gespräch bei Weltnetz TV: https://youtu.be/2Ya22ONruMU

Syrien: Die Humanitäre Krise und die Destabilisierung des Landes

Angesichts der seit Jahren anhaltenden Sanktionen der USA und Europas ist die humanitäre Situation im Großteil des Landes katastrophal. Die USA kontrollieren die syrischen Ölfelder und überwachen und sichern auch den Diebstahl des gesamten syrischen Erdöls und dessen Export über N-Irak in die Türkei. Das langfristige Ziel der USA scheint eine Teilung des Landes zu sein. Der ölreiche Nordosten soll – unter US-Kontrolle und Nutzung des syrischen Öls – entwickelt werden. Über die krasse Verletzung des Völkerrechts wird weitgehend geschwiegen.

Das Gespräch zwischen Fritz Edlinger von der Zeitschrift INTERNATIONAL und Karin Leukefeld dauert etwa 40 Minuten und erschien am 02.06.2022: https://www.youtube.com/watch?v=dXls5dLy2Fc

Neue Gesichter – alte Probleme: Wie geht es weiter im Libanon?

Ein Gespräch mit Fritz Edlinger von der österreichischen Zeitschrift INTERNATIONAL   über die Wahlen im Libanon und die Chancen zu der längst überfälligen Lösung der gravierenden ökonomischen und auch politischen Probleme der Zedernrepublik.

Das Gespräch wurde am 17. Mai geführt: https://www.youtube.com/watch?v=qhnAzPHWrYk

Wenn aus Journalismus Propaganda wird, Teil 2

Als die Unruhen in Syrien 2011 zu einem Krieg wurden, zogen USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die EU und Verbündete am arabischen Golf sowie die Staaten der NATO-Allianz ihre Botschafter, Staatsangehörigen, Unternehmen, private und staatliche Organisationen der Kultur-, Bildungs- und Entwicklungszusammenarbeit ab. Auch Journalisten wurden von ihren (abziehenden) Botschaften in Damaskus als auch von staatsnahen Medien zur Ausreise aufgefordert. Es blieben russische, chinesische, iranische, wenige arabische und lateinamerikanische Medien. Auch die Autorin, die 2010 als deutsche Korrespondentin akkreditiert worden war, blieb.

Wie aus dem Nichts tauchten „Bürgerjournalisten“, Blogger und Bloggerinnen sowie unabhängige Medienzentren auf, die mit verwackelten Bildern die Lage in Syrien beschrieben. Stellvertretend sei hier an ein „Lesbisches Mädchen aus Damaskus“ erinnert, das nach wochenlangen Blogs über Demonstrationen und Gewalt angeblich vom syrischen Geheimdienst entführt worden sein sollte. Es stellte sich heraus, dass der Blog tatsächlich von einem Amerikaner ins Netz gestellt worden war.

Der zweite Teil der Analyse über Journalismus und Propaganda in Zeiten des Krieges  erschien bei den Nachdenkseiten am 25. April 2022: https://www.nachdenkseiten.de/?p=83235

Wenn aus Journalismus Propaganda wird

Westliche Regierungen und Medienunternehmen in den USA, EU und einigen arabischen Golfstaaten entfalteten während des Krieges in Syrien ein Arsenal an Manipulation und Propaganda, dem Journalisten, die aus Syrien berichteten, nicht gewachsen waren. Mit dem Krieg in der Ukraine ist die Lage um ein Vielfaches eskaliert. Russische Medien wurden als Quelle angeblicher Desinformation schon vor dem Krieg von den USA, GB und EU verboten. Ein Tsunami einseitiger Darstellung reißt politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Brücken zu Russland ein. Die internationale Ordnung nach dem 2. Weltkrieg wankt.

Medien sind Instrumente hybrider und direkter Kriegsführung geworden. Will man dem entgehen, empfiehlt es sich, in die Medien anderer Länder in anderen Kontinenten zu blicken. Das fördert das Verständnis über den Blick anderer auf das Geschehen. Und wir in Deutschland lernen etwas über uns. Der Blick auf die Perspektive anderer ist ein gutes Korrektiv und hilft, den medialen Angriff „der Eigenen“[*] auf den Kopf abzuwehren.

Der Beitrag erschien auf den Nachdenkseiten am 19.04.2022: https://www.nachdenkseiten.de/?p=83027

Getöteter IS-Anführer lebte in Idlib unter türkischer Obhut

Für Weltnetz TV sprach Sabine Kebir mit Karin Leukefeld über das Nachkriegsszenario in Syrien und die Lage im Libanon. Sie war im vergangenen Dezember und Januar in beiden Ländern, wo die Bevölkerung an Mangelernährung und Energieknappheit leidet. Das liegt nicht nur wie im Fall des Libanon am Zusammenbruch des Bankensystems und in Syrien an den Sanktionen des Westens. Hier wie dort verstehen es Spekulanten, sich die Not zunutze zu machen.

Das Interview erschien bei Weltnetz TV am 02.03.2022 und kann hier gesehen werden: https://youtu.be/T50tpapaHgA

Interview mit der Zeitschrift International Wien

In einem ausführlichen Gespräch mit Fritz Edlinger berichtet die Autorin über die katastrophale Versorgungslage in Syrien, die extreme Teuerung und die schwierige Lage der Bevölkerung.  Es geht um die Lage im Nordosten und Nordwesten Syriens und um die Plünderung der syrischen Ressourcen Öl und Gas im Nordosten Syriens. Das Gebiet wird von der US-Armee besetzt gehalten. Die USA unterstützt die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte und schädigt die Wirtschaft Syriens.

Das Interview kann hier angesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=sygitY_H7RA

Hier der Link zur Zeitschrift International: https://www.youtube.com/channel/UCXYKYEYgk1ntGNJgJv9JhNA/videos

Die nordwestsyrische Provinz Idlib – Safe Haven für Terrorgruppen

In den frühen Morgenstunden des 3. Februar 2022 griffen US-amerikanische Spezialkräfte ein Wohnhaus in Atme, in der syrischen Provinz Idlib in unmittelbarer Nähe zur syrisch-türkischen Grenze an. Bei dem Angriff starben Augenzeugenberichten zufolge 6 Kinder und 4 Frauen. Der Anführer des „Islamischen Staates“, Abu Ibrahim al-Hashimi al-Qurayshi, soll nach US-Angaben sich und seine Familie selber getötet haben.

Zur Bedeutung der nordwestsyrischen Provinz Idlib ein Interview mit dem Nachrichtensender RT DE: https://www.youtube.com/watch?v=z0eAAKm7XxM

Flüchtlinge an der östlichen EU-Außengrenze

An den östlichen EU-Außengrenzen stehen hunderte, wenn nicht tausende Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afghanistan. Für Weltnetz TV sprach Sabine Kebir mit Karin Leukefeld über die Gründe, weshalb diese Menschen nach Deutschland oder Skandinavien wollen und über die Verantwortlichkeiten für diese Tragödie. https://weltnetz.tv/video/2543-fluechtlinge-der-oestlichen-eu-aussengrenze

BBC verbreitet Unwahrheiten über angeblichen Chemiewaffen-Angriff in Syrien

Eine interne Kontrollbehörde der BBC hat nach zehnmonatigem Prüfen festgestellt, dass die Sendung „Der Kanister auf dem Bett“ nicht den Standards des Senders genügt. Die Dokumentation, die im November 2020 auf Radio 4 des britischen Senders ausgestrahlt wurde, befasst sich mit einem angeblichen Giftgasangriff auf Douma, Syrien, im April 2018. Die Sendung weise „schwerwiegende Ungenauigkeiten“ auf, so die Executive Complaints Unit (ECU). Äußerungen und die Motivation von „Alex“, einem an der Douma-Untersuchung beteiligten OPCW-Ingenieur und Whistleblower, seien falsch dargestellt worden. Beschwert hatte sich der britische Journalist Peter Hitchens, der in der Sendung ebenfalls diffamiert wurde.

Weiterlesen und -hören bei Nachdenkseiten: https://www.nachdenkseiten.de/?gastautor=karin-leukefeld