Analyse eines Grundsatzartikels des SPD-Außenpolitik-Experten Mützenich zu Syrien

Im IPG-Journal der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) erschien am 18. September eine ausgesprochen flache Kritik am sogenannten „vorschnellen Nein“ der SPD-Führung zur Beteiligung an der geplanten weiteren Militärintervention in Syrien. Der für die Außenpolitik verantwortliche stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mützenich fühlte sich  offensichtlich verpflichtet, eine Korrektur nachzuschieben. Da der Text von Mützenich vermutlich als Leitlinie des Denkens zu Syrien gedacht ist, haben die Nachdenkseiten um eine Analyse gebeten. Hier ist sie. 

Die Blaue Linie

Südlich des Litani Flusses versucht eine UNO-Friedenstruppe den Waffenstillstand zwischen Libanon und Israel zu sichern. Eine ordentliche Grenze ist bis heute nicht vorhanden, denn beide Staaten haben darüber nie eine Einigung erzielt. 

„160 Kilometer bis Jerusalem“ steht auf einem Schild, das hoch über der Straße nach Maroun al-Ras angebracht ist. Neben der Entfernungsangabe ist ein Bild der Al-Aksa-Moschee zu sehen. Für die Menschen hier ist Jerusalem die Hauptstadt Palästinas, das man nie aufgegeben hat. Die Reportage aus dem Südlibanon erschien im Neuen Deutschland: nd 180927 Die Blaue Linie.

Kampfobjekt Idlib in Syrien – Interessen und Perspektiven

Im Interview mit Weltnetz TV geht es um die Lage in Idlib. Syrien will die Region wieder einnehmen, der Westen versucht das zu verhindern. Idlib ist seit Beginn des Syrienkrieges Empfangs- und Ausbildungsgebiet für in- und ausländische Kampfgruppen. Welche Interessen hat das Ausland an Idlib, welche Kampfverbände sind dort aktiv? Es geht auch um die Umstände, die im Rahmen eines israelischen Luftangriffs zum Abschuß eines russischen Aufklärungsflugzeuges bei Lataka führten und um die Folgen. Und schließlich geht es um die langsame Normalisierung des Alltags. Dass noch nicht vorbei ist, zeigte ein IS-Massaker in der südlichen Provinz Sweida Anfang August. Interview. 

Ein Tag so lang wie ein Jahr

Der Traum einer Art kurdischen Autonomie im Norden Syriens wurde vom türkischen Militär in Afrin zerschlagen. Die harte Realität heißt für viele Kurden jetzt Vertreibung und Flüchtlingslager. In Tell Rifaat, nördlich von Aleppo, hoffen die Menschen auf Rückkehr in ihre Dörfer in und um Afrin. 

Eine Reportage aus Tell Rifaat und Scheich Maksud, einem Stadtteil von Aleppo. Veröffentlicht im Neuen Deutschland, Berlin: 180831_nd_Vertrieben_aus_Afrin

Die syrische Provinz Idlib ist ein Sammelbecken für Dschihadisten geworden

Tausende Soldaten, Eliteeinheiten, schweres militärisches Gerät – die syrische Armee zeigt im Süden und Westen der Provinz Idlib Präsenz. Hubschrauber werfen Flugblätter ab, die die Kämpfer zum Einlenken aufrufen: »Der Krieg geht dem Ende zu«, ist zu lesen, es sei »Zeit, das Blutvergießen zu beenden«. Die Bewohner von Idlib sollten der Versöhnung zustimmen, »wie unser Volk es in anderen Teilen Syriens gemacht hat«. Eine Schwerpunktseite in der Jungen Welt: Sammelbecken für Dschihadisten

Afrin, Aleppo, Raqqa – Gegenwart und Zukunft der Kurden

Weltnetz TV Interview Karin Leukefeld, Damaskus (Teil 2)

Im 2. Teil geht es u.a. um die Perspektive der Kurdengebiete in Syrien. Thema sind  Hintergründe und Auswirkungen der türkischen Besetzung von Afrin, ein Besuch bei den Vertriebenen und in einem von Kurden kontrolliertem Bezirk von Aleppo. Welche Chancen haben die politischen Ziele der Kurden, die eine Demokratische Föderation in Nordsyrien anstreben. Was wurde aus den Kämpfern und Kadern des IS in den Kurdengebieten? Was ist mit den Plänen der USA, die eigenen Truppen durch Truppen vom Golf zu ersetzen? Wird es einen israelisch-iranischen Krieg auf syrischem Boden geben? Hier: https://weltnetz.tv/video/1515-syrien-afrin-aleppo-raqqa-gegenwart-und-zukunft-der-kurden