Weihnachten unter Sanktionen: Auf den Spuren der syrischen Christen

Für die Christen in Syrien fällt das diesjährige Weihnachtsfest glanzlos aus. Die farbig leuchtenden Dekorationen an Kirchen und Häusern, die früher Tausende in die christlichen Viertel zogen, um an dem Fest teilzunehmen, sind rar gesät. Die Preise für notwendige Alltagsgüter sind hoch, die US-Besatzung der syrischen Öl- und Gasressourcen, die Plünderung von Weizen, Öl und Baumwolle im Nordosten des Landes, Finanz- und Wirtschaftssanktionen von EU und USA verschärfen die Not der Menschen.

Der Beitrag erschien bei Russia Today Deutsch: https://de.rt.com/der-nahe-osten/111007-weihnachten-trotz-terror-und-sanktionen/

Keine Zukunft ohne Strom, Heizöl und Arbeit

Die Lage der Christen in Syrien ist äußerst schwierig. Wie die gesamte Bevölkerung leiden sie unter dem Mangel lebensnotwendiger Gebrauchsgüter und unter horrenden
Preissteigerungen. Wer kann, sucht das Weite und geht ins Ausland.

Die Reportage erschien in der Berliner Tageszeitung Neues Deutschland: nd 201223 Keine Zukunft ohne Strom, Heizöl und Arbeit

Maximaler Druck, Jahresrückblick Syrien

Nach zehn Jahren Krieg ist in Syrien die militärische Konfrontation einem harten Wirtschaftskrieg gewichen, der von den USA und der EU mit ihren Verbündeten durch einseitig verhängte wirtschaftliche Strafmaßnahmen und das Mitte Juni erlassene US-Caesar-Gesetz geführt wird. Letzteres richtet sich auch gegen Unternehmen, Einzelpersonen und Staaten, die mit Syrien wirtschaftlich und politisch kooperieren.
Flankiert wird dieser Wirtschaftskrieg von zahlreichen Unterstellungen und Anschuldigungen gegen die syrische Regierung mit dem Ziel, diese international zu isolieren. Die Führung um Präsident Baschar Al-Assad wird von syrischen Auslandsoppositionellen und deren westlichen Gastländern in Medien, Büchern, Dokumentationen, Artikeln und Interviews mit Anklagen und Gerichtsverfahren konfrontiert, um die öffentliche Meinung im Westen negativ zu beeinflussen.

Der Jahresrückblick erschien in der Berliner Tageszeitung Junge Welt am 21.12.2020: jw-201221-Jahresrückblick-Syrien-Maximaler-Druck

Corona raubt den Kindern die Zukunft – Libanon steckt in einer tiefen Krise, die Schüler des Landes bekommen die Auswirkungen schmerzhaft zu spüren

In den Hügeln über Saida liegt das Dorf Houmine. Hier wohnt der zwölfjährige Karem. 221 Jungen und Mädchen gehen in seine Schule. Sie sei sein »zweites Zuhause«, sagt der Junge. »Ich vermisse sie.« Karem hat zwar ein Handy, aber nicht immer Strom und auch nicht immer eine Internetverbindung. Einen Computer kann die Familie sich nicht leisten. Als die Schule Anfang März geschlossen wurde, standen viele Kinder ohne jede Verbindung da. »Wir haben unser Schuljahr als »WhatsApp-Klasse« beendet«, erzählt Karem weiter. Er habe alle Prüfungen mit guten Noten bestanden, »aber nicht so gut, wie wenn wir normalen Unterricht gehabt hätten«.

Die Reportage über die Schulkinder im Libanon erschien im Neuen Deutschland, Berlin:nd 201110 Corona raubt den Kindern die Zukunft-komprimiert (1)

Feuer in Syrien – Gezielte Zerstörung

Etwa 60 Prozent der syrischen Landwirtschaft seien bereits ganz oder teilweise zerstört, sagen Beobachter. Zu den Kriegsschäden kommen noch verheerende Brände. Sanktionen von EU und USA verschärfen zusätzlich eine Nahrungskrise in Syrien: Dem Krieg gegen Syrien folgt der Wirtschaftskrieg.

Mehr als 150 Feuer flammten Anfang Oktober in den syrischen Küstenprovinzen Latakia und Tartus auf. Innerhalb von vier Tagen waren 179 Dörfer und forstwirtschaftliche Betriebe ganz oder teilweise beschädigt. 40.000 Familien waren betroffen, drei Menschen starben, 80 Menschen wurden mit teilweise schweren Verbrennungen ärztlich behandelt. Häuser und Eigentum waren ganz oder teilweise zerstört. Tiere, Ernten, Felder, Wälder und Naturreservate waren verbrannt.

Nachdenkseiten.de: https://www.nachdenkseiten.de/?p=66697. 

Auch als Podcast verfügbar.

Wechsel im Weißen Haus – Aus dem Westen nichts Neues für Nahost

Joe Biden nimmt als zukünftiger Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bereits Glückwünsche entgegen, doch juristische Auseinandersetzungen und mögliche innere Unruhen in den USA könnten die Bildung einer neuen Administration hinauszögern. Das betrifft auch die zukünftige Außenpolitik des Landes, die wesentlich davon abhängen wird, wer den Posten des obersten US-Diplomaten übernehmen wird. Das internationale Magazin Politico hat eine Liste möglicher Kandidatinnen und Kandidaten vorgelegt, die hinter den Kulissen seit Monaten untereinander um die Führung in „Foggy Bottom“ – wie der Sitz des US-Außenministeriums in Washington auch genannt wird – konkurrieren.

Der Betrag kann bei RT Deutsch nachgelesen werden: https://kurz.rt.com/2c2m

Die Erbauer von morgen warten

Sarafand liegt südlich der Hafenstadt Sidon im Libanon. Zu erreichen ist der Ort über die Küstenautobahn, die Beirut mit Sidon und Tyre verbindet. Rechts und links der Autobahn breiten sich Zitrus- und Bananenhaine aus, die Mittelmeerküste ist nur wenige Kilometer entfernt. »Willkommen Ihr Erbauer von morgen« steht in Arabisch
und Englisch über den Eingangstüren der Öffentlichen Oberschule von Sarafand. Auf
den Bodenfliesen kleben viereckige Warnschilder und fordern: »Halte 2 m Abstand«.
Nach sieben Monaten erzwungener Schließung bereitet sich die Oberschule auf die Wiedereröffnung vor.

Die Reportage in der Zeitung vom Letzembuerger Vollek kann hier nachgelesen werden: zlv_201030_The_Builders_Of_Tomorrow_Are-Waiting

Abgepresste Vereinbarung

Sudan und Israel wollen ihre Beziehungen »normalisieren« und »den Kriegszustand
beenden«. Das teilte die US-Administration in Washington mit. Zunächst soll es um den Aufbau von Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit Schwerpunkt auf der Landwirtschaft gehen, hieß es in der vom Weißen Haus veröffentlichten Erklärung. Dazu werde es in den kommenden Wochen Verhandlungen zu Kooperationsabkommen geben. Verschiedene politische Fraktionen weisen die Vereinbarung zurück und haben Widerstand angekündigt.

Die Schwerpunktseite erschien in der jungen welt: jw-201027-Abgepresste-Vereinbarung

Irak & USA

Fritz Edlinger spricht mit Karin Leukefeld über die Situation im Irak. Dort hat es in den letzten Wochen zahlreiche Anschläge auf Versorgungskonvois der US-Truppen und auf deren Militärbasen gegeben. Nun haben die USA damit gedroht, die Botschaft in Bagdad zu schließen, sollte der Irak nicht sämtliche bestehende Milizen auflösen bzw. sie unter Kontrolle bringen und in die irakische Armee integrieren. Manche Medien spekulieren gar, die USA könne noch im Oktober einen Krieg gegen den Iran auf irakischem Territorium beginnen. Könnte ein Krieg gegen den Iran US-Präsident Donald Trump zur Wiederwahl verhelfen?

Das Interview auf dem You Tube-Kanal der Zeitschrift International – Zeitschrift für internationale Politik (Wien): https://www.youtube.com/watch?v=K-4YCHz0kQA

Syrien unter Druck

Wie lebt es sich in Syrien mit der Corona-Pandemie und den anhaltenden einseitigen Sanktionen durch die USA und die EU? Das Land leidet doppelt unter den Einschränkungen durch die völkerrechtswidrigen Sanktionen und Corona. Der durch die Besetzung der Ölfelder durch US-Einheiten hervorgerufene Benzinmangel erschwert den Transport von Waren und die Versorgung mit Lebensmitteln, treibt die Inflation unmäßig voran. Obwohl die militärischen Aktivitäten nachgelassen haben, ist die Not der Bevölkerung gewachsen.

Ein Gespräch über Syrien, darüber, wie die Zerstückelung des Landes vorangetrieben wird, über die Verfassungsverhandlungen in Genf und die 2021 anstehenden Präsidentschaftswahlen. Bei Weltnetz TV:

https://weltnetz.tv/video/2410-syrien-unter-druck-corona-sanktionen-zerstueckelung