Corona in Syrien – Keine westlichen Hilfen

Als ´Hilfen für Syrien` geben westliche Medien die Hilfen aus, die ausschließlich bestimmt sind für die von Dschihadisten und bewaffneten Regierungsgegnern  beherrschten Teile der Provinz Idlib und Aleppo sowie für Flüchtlingslager, die die Türkei kontrolliert. So bleibt die Öffentlichkeit uninformiert, dass die von der regulären Armee kontrollierten Gebiete Syriens der Corona-Epidemie fast schutzlos ausgeliefert sind. Es bleibt nur das Mittel strenger Isolations- und Ausgehbestimmungen für die Bevölkerung.  Durch die Boykottbestimmungen wird Syrien auch daran gehindert, selbst medizinische Güter zu erwerben. Medizinische Hilfe kommt aus China und Russland. Während der UNO-Generalsekretär und der Papst zur Beendigung der Sanktionen aufgerufen haben, versäumen es selbst linke Organisationen in Deutschland, sich öffentlich dafür zu engagieren.  Zur Sprache kommt auch der erneuerte Vorwurf an die Regierungsarmee, Giftgas eingesetzt zu haben.

Bitte sehen Sie das Interview mit Weltnetz TV: https://weltnetz.tv/video/2325-corona-syrien-keine-westlichen-hilfen

Spurensuche in Syrien – An der Frontlinie in Idlib

„Wie lange wird es dauern, bis die Menschen hierher zurückkehren?“ Joseph B., der mich in Syrien seit Jahren begleitet seufzt, als der Wagen durch eines der vielen verlassenen Dörfer fährt. Wir sind in der östlichen Provinz Idlib auf der Sinjar-Route unterwegs, einer Landstraße, die von Aleppo nach Hama führt. Auf dem Weg nach Hama wollen wir bei Abu Dhuhour haltmachen, wo es einen humanitären Korridor gibt. Er wurde im September 2019 von der syrischen Regierung und dem russischen Zentrum für die nationale Versöhnung der verfeindeten Seiten in Syrien eingerichtet, damit Menschen aus den umkämpften Gebieten in Idlib sich in Sicherheit bringen konnten. Abu Dhuhour liegt im Osten der Provinz Idlib und war das administrative Zentrum verstreut liegender Dörfer und Weiler. Zwischen der Wüste im Osten und den fruchtbaren Weiten im Westen des Landes lebten vor dem Krieg etwa 40.000 Menschen. Sie bearbeiten ihre Felder, hatten Schafe und Ziegen, auch Kühe und lebten von ihrem Vieh. In manchen Dörfern wurden die Abaieh, die traditionellen Mäntel der Beduinen hergestellt. Aber das war einmal. Heute liegen die meisten der Dörfer verlassen.

Die Fotoreportage erschien bei RT Deutsch am 4. April 2020: https://de.rt.com/25aw

Neun Jahre Krieg in Syrien – Die große Zerstörung

Welcher Märztag im Jahr 2011 es war, an dem in Syrien die große Zerstörung begann ist unklar. Die Nationale Koalition der oppositionellen und revolutionären Kräfte Syriens (Etilaf) sagt, es sei der 15. März gewesen. Die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens, Frankreich und USA veröffentlichten am 15. März 2020 eine „Gemeinsame Erklärung der Regierungen Deutschlands, Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten zum 9. Jahrestag des Aufstands in Syrien“.

An diesem Tag sollen Schuljungen in der südsyrischen Stadt Deraa die Parole „Das Volk will den Sturz des Regimes“ an die Wand ihrer Schule gesprüht haben. Anderen Medien zufolge geschah das schon früher oder es sei nicht die Wand an der Schule, sondern einfach nur eine Mauer gewesen. Auch der Inhalt der Parole wird unterschiedlich wiedergegeben. Aber wann immer es war, international wurde dieses Ereignis zum Startschuss für eine beispiellose Medienkampagne, die den Krieg beförderte.

Der Text erschien bei Sputnik News am 29.3.2020: https://sptnkne.ws/BRt9

Syrien und Giftgas: Verleumdung statt Aufklärung

Ein Bericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OVCW) zu angeblichen Angriffen mit Giftgas in Syrien steht unter starkem Manipulationsverdacht – aber die OVCW-Führung, die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland diffamieren die Aufklärer, statt Klarheit zu schaffen. Die „Leitmedien“ schweigen.

Zu den aktuellen Entwicklungen in dem skandalösen Fall, mit neuen Dokumenten und Stellungnahmen eines Inspektors des ursprünglichen Untersuchungsteams ein Bericht bei den Nachdenkseiten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=58791

Aufräumen nach den Kämpfen

Das Umland von Aleppo zur angrenzenden Provinz Idlib ist wieder frei.

Freude in Aleppo. Die Autobahnverbindung M 5 nach Damaskus ist nach sieben Jahren wieder unter der Kontrolle der Regierung und sicher befahrbar. Bulldozer reinigen die Fahrbahn, Gärtner bepflanzen die Mittelstreifen, Elektriker reparieren die Straßenlampen, Arbeiter fegen, putzen und tauschen die zerschossenen Wegweiser gegen neue aus.

Der Beitrag über Aleppo, Idlib und den UN-Sicherheitsrat erschien in der Zeitung vum Letzembuerger Vollek (Luxemburg):

Über Idlib, die Türkei und die USA in Syrien und das Verhalten der Europäischen Union

Im Gespräch mit Fritz Edlinger, Herausgeber der österreichischen Zeitung International geht es um Idlib, den Nordosten Syriens, um die Türkei und die USA und darum, warum die EU einen Kurswechsel vornehmen muss, um zum Frieden in Syrien beizutragen. Das Gespräch fand in den Räumen der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen (GÖAB) in Wien statt und wurde für den Videokanal aufgezeichnet. Es kann hier gehört und angesehen werden: https://youtu.be/a2KPG3N_ZIY

Spurensuche Syrien – Östlich des Euphrat

Foto: Karin Leukefeld, Der Euphrat bei Qere Qozaq, Blick nach Süden

Anfang Januar 2020. Die Wettervorhersage hat sich getäuscht. Regen war angesagt im Norden Syriens, doch strahlender Sonnenschein bricht durch den Nebel, als der Wagen früh am Morgen Aleppo in Richtung Osten verlässt. In einem Vorort wartet Mohamed A., ein Kurde aus Afrin, der in Aleppo aufgewachsen ist. Er spricht Kurdisch und arbeitete früher als Kameramann und Fotograf für ausländische Medien. Er wird uns die nächsten Tage in die Gebiete östlich des Euphrat begleiten, die zumindest teilweise noch unter kurdischer Kontrolle stehen. Heute geht es nach Kobanê, auch Ain al-Arab genannt.

Die Reportage bei RT Deutsch: https://de.rt.com/23ga 

Wahrheit unterdrückt

Am 20. Januar 2020 fand in New York im Rahmen des UN-Sicherheitsrates (UNSR) ein sogenanntes Arria-Treffen statt. Eingeladen hatte die Russische Föderation, die neben den USA, Großbritannien, Frankreich und China zu den fünf ständigen Vetomächten im UNSR gehört. Thema der Veranstaltung war die »Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 2118:Der Report der OPCW Fact Finding Mission (FFM) zu Duma«.Dort sprach unter anderen der damalige Teamleiter der OPCW-Untersuchungsmission, die vor Ort Proben nahm, mit Augenzeugen sprach und toxikologische und chemische Analysen vornahm. Die Ergebnisse seines Teams seien im Abschlussbericht „ins Gegenteil verkehrt“ worden, sagte Ian Henderson.

Bericht in der Berliner Tageszeitung Junge Welt: 200206-jw-Wahrheit-unterdrückt

Frontalangriff auf das Völkerrecht

Donald Trump und Benjamin Netanjahu verscherbeln Palästina.

Der Jahrhundertplan

US-amerikanisch-israelische Partystimmung im Weißen Haus.

Donald Trump hat in Washington den lang angekündigten »Jahrhundertplan für einen
Frieden in Nahost« vorgestellt. Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde
Mahmud Abbas sprach von einer »Ohrfeige des Jahrhunderts «. In den besetzten palästinensischen Gebieten und im Gazastreifen kam es zu wütenden Protesten.

Zeitung des Letzebuerger Vollek (Luxemburg): Jahrhundertplan-30 janvier 2020