Damaskus im November 2013

Die Räume der oppositionellen Bewegung ‚Den Syrischen Staat aufbauen“ dienen an diesem Samstag dem Kulturprogramm. Dutzende Menschen sehen sich in dem großen Empfangsraum Bilder an, die eine Künstlerin ausgestellt hat. In einer Sofaecke unterhalten sich junge und alte Frauen, andere Besucher stehen vor einem Tisch, wo es kalte und heiße Getränke gibt. Besonders beliebt ist der herbe Tee aus Zitronen, der in der kühler werdenden Jahreszeit eine gute Abwehr gegen aufkommende Erkältungen verspricht.

Das Stück „Good bye Lenin in Damaskus“ wurde am 31.12.2013 auf WDR 5 (Neugier genügt) ausgestrahlt und kann hier angehört werden.

Die Regeln im Krieg sind streng

Bei SARC, dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond in Damaskus dürfen nur wenige Personen mit Journalisten sprechen. Einer ist Präsident Abdul Rahman Attar, der selten zu erreichen ist. Als er bei einer überraschenden Begegnung spontan einwilligt, Fragen zu beantworten, ist für die Aufnahme nur ein Mobiltelefon zur Hand.

Das Stück „Zwischen den Fronten“ wurde am 25. August 2013 im Bayrischen Rundfunk (Auslandschronik) ausgestrahlt und kann hier angehört werden.

Ein Boot für die Schwächsten

Die Hilfsorganisation Al Safina hilft Menschen mit Behinderung in Damaskus Bayerischer Rundfunk, 3.12.2009 Alltag bei Al Safina in Damaskus. Al Safina ist arabisch und heißt ‚Das Boot’. Die Organisation liegt im Herzen der Damaszener Altstadt und bietet sieben geistig Behinderten ein ständiges Zuhause. Betreut werden sie von jungen Leuten, die – gegen Kost und Logis – für die Dauer ihres Studiums ihr Leben mit den Behinderten teilen.

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„Ein Boot für die Schwächsten – Behinderte in Syrien“ klicken Sie bitte hier.

Der Hafen von Beirut (August 2006)

„Sehen Sie, dieses Schiff und die Mistral sind die modernsten Schiffe. Die Mistral hat Propeller an der Seite, die das Schiff an den Kai schieben. Sie können damit fahren, wie mit einem Cadillac oder einem Jaguar. Es ist ein sehr, sehr schönes Schiff, so modern, herrlich, besonders die Mistral.“

Ibrahim Baltigi, der Cheflotse im Hafen von Beirut, kommentiert begeistert das exakte Anlegemanöver der französischen „Siroco“, eines Schwesterschiffs der ‚Mistral’. Ein kleiner Schlepper, die „Baltigi 10“, schiebt die „Siroco“ mit seinem autoreifengepolsterten Bug behutsam in den Hafen. Dann manövrieren die Propeller das Schiff – Truppentransporter mit Lazarettschiff und Hubschrauberlandeplatz in einem – zentimetergenau an den Kai. Trotz der von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe, ist der Libanon seit dem 12. Juli zu See, Luft und Land nahezu vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Seeseitig kontrolliert die israelische Marine eine Sperrzone entlang der Küste des Zedernstaates. Nur Schiffe, deren Passage von Israel erlaubt wird, dürfen durch einen markierten Korridor in diese Sperrzone fahren. Mit den zwei speziell für Evakuierungszwecke ausgerüsteten Schiffen „Mistral“ und „Siroco“, hält die französische Marine seit dem 25. Juli eine Verbindung zum Hafen von Beirut offen. Admiral Xavier Magne ist der kommandierende Offizier der Operation Baliste, die bisher mehr als 14.000 französische und andere Flüchtlinge aus 49 Ländern aus dem Libanon evakuiert und 1600 Tonnen Hilfsgüter in die Häfen von Beirut, Tyros und Nakoura gebracht hat.

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Iran: Bibi Shahrbanu, eine Heilige für Frauen (Juli 2006)

„Bibi Shahrbanu war die Tochter von Yazgerd dem Dritten, einem früheren König im Iran. Und sie war eine der Frauen von Imam Hussein, dem zweiten Imam unserer Religion.“ Kerim Abassi kennt viele Geschichten über die schiitischen Imame und ihre Familien. Auch wenn deren Wirken mehr als 1000 Jahre zurück liegt, gelten die 12 Imame den Schiiten bis heute als die rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Mohammad, als gute, ja unfehlbare Interpreten des göttlichen Gebots. In einer Zeit des politischen Wandels und einer unsicheren Zukunft, gibt sein Glaube ihm Halt und Orientierung, sagt Kerim Abassi. Er ist Fahrer in Teheran, die Stadt kennt er wie seine Westentasche. Auf dem Weg zur Pilgerstätte von Bibi Shahrbanu aber, die südöstlich der iranischen Hauptstadt liegt, bittet er um Hilfe.

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Katar: Die Stadt der Bildung (Juni 2006)

Am westlichen Stadtrand von Doha, der Hauptstadt des Scheichtums Katar, gab es vor wenigen Jahren nicht mehr als Wüste. Heute liegt dort, auf einem 10 km² großen Areal, die ‚Education City’, die ‚Stadt der Bildung’. Unter dem Dach der ‚Katar Stiftung“ ist in nur zehn Jahren ein Campus entstanden, auf dem sich alles um Bildung, Wissenschaft und Forschung dreht. Finanziert wird die „Stadt der Bildung“ durch die „Quelle des Wissens“, eine Ölquelle, die täglich mehr als 6000 Barrel Öl produziert und deren Einnahmen ausschließlich für die Bildung eingesetzt werden.

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Katar: Al Jazeera (Mai 2006)

Al Jazeera, der Nachrichtenkanal des Emirs von Katar, geht auf Sendung. In diesem Jahr feiert der Sender sein 10jähriges Bestehen. Der „Störenfried aus der kleinen Streichholzschachtel“, wie der ägyptische Präsident Hosni Mubarak Al Jazeera einst nannte, kann sich heute sehen lassen. Satnam Matharu, zuständig für Internationale Medienbeziehungen bei Al Jazeera zeigt stolz den Weg zu der weitläufigen Halle, in der die neuen Studios liegen.

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